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18. Mai 2021: Die digitale Zukunft für Burgwedel umsetzen

Die SPD Burgwedel will lokale Netzwerke stärken und die Vermittlung von Medienkompetenz ausbauen.

Unterricht im Homeschooling, Treffen per Video-Konferenz, Arbeiten im Home-Office und verstärkter Online-Handel - die Corona-Krise hat viele Baustellen des digitalen Wandels offen gelegt. Die Politik ist auch auf kommunaler Ebene gefordert, Defizite zu erkennen und den Ausbau digitaler Lösungen voranzutreiben sowie private Initiativen zu unterstützen. Damit der digitale Wandel funktioniert, müssen alle gesellschaftlichen Gruppen, unabhängig von ihren finanziellen Mitteln, mitgenommen werden. Die SPD Burgwedel hat hierzu konkrete Ideen entwickelt, die Teil des Programms für die kommende Kommunalwahl sind.

Lokale Netzwerke stärken

Die physische Distanz während der Corona-Krise hat dazu geführt, dass viele gemeinsame Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Vereine konnten sich nicht in gewohnter Weise treffen, Gottesdienste wurden auf YouTube übertragen, ein gemeinsames Frühstück nach dem Markteinkauf war zeitweise nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Wie organisiere ich eine Nachbarschaftshilfe? Wie kann ich auf meinen Lieferdienst aufmerksam machen? Bei diesen Herausforderungen kann die Digitalisierung mittels lokaler Kommunikationsnetzwerke Lösungen bereitstellen. Das Ziel der SPD Burgwedel ist es, diese lokalen Netzwerke zu stärken und ihnen eine gemeinsame Plattform zu geben. Ein gelungenes Beispiel, wie so ein lokales Netzwerk aussehen kann, ist die DorfFunk-App ( https://www.digitale-doerfer.de/mitfunken), die schon in vielen Gemeinden genutzt wird. Der DorfFunk ist eine Art digitales „Schwarzes Brett“ auf dem sich alle Einwohner*innen, Vereine und Stadtverwaltung miteinander austauschen können. Neben den üblichen Veranstaltungshinweisen können dort beispielsweise Kleinanzeigen oder Mitfahrgelegenheiten ausgetauscht werden. Die DorfFunk-App kann ergänzt werden mit Plattformen für den Online-Handel. Für den lokalen Einzelhandel besteht so die Möglichkeit, seine Waren und Dienstleistungen online über eine zentrale Burgwedel-Plattform anzubieten. Regionale Produkte direkt vom Erzeuger können so lokal im Stadtgebiet präsentiert und angeboten werden. Über die Verbindung mit einer zentralen Burgwedel-App könnte der Stadtteil Großburgwedel mit den umliegenden Ortsteilen stärker vernetzt werden, ohne der Datensammelleidenschaft großer Online-Netzwerke ausgeliefert zu sein.

Medienkompetenz für junge und ältere Menschen

Als SPD Burgwedel setzten wir uns dafür ein, dass Jung und Alt gemeinsam von den neuen digitalen Technologien profitieren können. Nur so können wir einer sozialen Spaltung gezielt entgegenwirken. Mit den hier vorgestellten Konzepten will die SPD in Burgwedel den digitalen Wandel für alle Einwohner*innen erfolgreich umsetzen.

Der Umgang mit digitalen Medien und die dafür erforderliche Hardware müssen bereits in der Grundschule richtig vermittelt werden, damit der digitale Wandel gelingen kann. Hier hat die Stadt Burgwedel bereits sehr gute Arbeit geleistet und 2019 einen Medienentwicklungsplan vorgelegt. Fördermittel aus dem Digitalpakt des Bundes konnten so schnell beantragt werden. Mittlerweile sind alle Schulen von der Grundschule bis zum Gymnasium mit WLAN-Zugang ausgestattet. Noch in diesem Jahr sollen Klassensätze mit Tablet-Rechnern überall verfügbar sein. Die Lehrkräfte wurden im Umgang mit den digitalen Endgeräten geschult. Damit niemand im Homeschooling abgehängt wird, hat die Stadt Burgwedel weitere Endgeräte für Schüler*innen besorgt, die sich selber kein eigenes Tablet leisten können. Für diese Leihgeräte konnten über das Sofortprogramm des Bundes weitere 81.000 Euro Fördermittel erfolgreich beantragt werden. Alle Burgwedeler Schüler*innen sind damit für den digitalen Unterricht bestens ausgerüstet.

Während die junge Generation ganz selbstverständlich mit den digitalen Medien aufwächst, ist der Umgang damit für ältere Menschen in vielen Fällen eine große Herausforderung. Oft fehlt ihnen das Wissen im Umgang mit dem Handy, Tablet oder Computer. Gerade für ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind und in einer ländlichen Umgebung wohnen, erleichtern digitale Medien und Dienstleistungen das eigenständige Leben. Video-Konferenzen waren beispielsweise während der Corona-Krise ein guter Weg, trotz Distanz mit den Familienmitgliedern Kontakt zu halten. Einige Hausärzte bieten bereits eine Möglichkeit zur Video-Sprechstunde und Online-Rezeptbestellung an. Gerade im Bereich der Telemedizin sind in den nächsten Jahren einige Fortschritte zu erwarten, wenn man bedenkt, mit wie vielen Sensoren bereits eine einfache Smart-Watch ausgestattet ist.

Die Einführungen dieser neuen Technologien sind aber nur erfolgreich, wenn ältere Menschen keine Berührungsängste davor haben. Unser Ziel ist es deshalb, hier Angebote zu schaffen, die älteren Menschen gezielt den Umgang mit digitalen Medien und den dafür notwendigen Endgeräten vermitteln. Das SPD-geführte Bundesland Rheinland-Pfalz ist hier mit der Einführung von digitalen Botschaftern*innen sehr erfolgreich. Digitale Botschafter*innen sind ehrenamtlich Tätige, die ältere Menschen direkt vor Ort im Umgang mit digitalen Medien unterstützen und bei Fragen weiterhelfen. Parallel dazu gibt es eine Web-Seite ( https://www.silver-tipps.de/), die einfache Anleitungen und Videos zu den Themen E-Mail, Handy oder der Durchführung von Videokonferenzen bereitstellt. Den Aufbau eines solchen Netzwerks an Technik-Helfer*innen möchte die SPD gerne in Burgwedel fördern und unterstützen.


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