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Stephan Weil mit Marco Brunotte zu Besuch im Krankenhaus Burgwedel

6. September 2012: Stephan Weil in Burgwedel

Zusammen mit Jochen Rödiger, Vorsitzender der SPD Burgwedel, Andreas Strauch, SPD Regionsabgeordneter für Burgwedel und dem Mitgliederbeauftragten Stephan Nikolaus-Bredemeier sowie Wolfgang Dorn und Anette Heinze aus Isernhagen hat Stephan Weil auf Einladung des örtlichen Landtagsabgeordneten Marco Brunotte am Dienstag das Krankenhaus in Burgwedel besucht.

Die Besonderheiten der Klinik in ihrem Bestehen als kommunale Einrichtung standen besonders im Vordergrund und wurde in größerer Runde diskutiert.

Norbert Ohnesorg, Geschäftsführer der Klinik, begrüßte die Gäste und führte in die Struktur der "virtuellen Klinik" der Region Hannover, dem das Krankenhaus Burgwedel angehört, ein. Dieser Zusammenschluss ermöglicht eine effizientere Nutzung von Ressourcen und dient dem Erhalt kleinerer Standorte.

Nach den Hauptproblemen befragt musste Ohnesorg nicht lange überlegen. Neben der beständigen Dikussion um die bauliche Krankenhausförderung, stellt der Landesbasisfallwert ein großes Problem für die Kliniken in Niedersachsen dar. Diese Festlegung einer Fallpauschalen variiert je nach Bundesland. Bei gleichen Leistungen und gleicher Bewirtschaftung der Klinik in Rheinland Pfalz zum Beispiel, hätte man 30 Mio. Euro mehr im letzten Jahr zur Verfügung gehabt. Nur beständiges Wachstum und die Einbindung in die virtuelle Großklinik kann die Klinik momentan davor bewahren in die roten Zahlen zu rutschen und sichert ihre Rolle als Marktführer in der Region.

"Die Problematik der Fallwerte begegnet mir überall im Land in den Krankenhäusern. Jedes dritte kommunale Krankenhaus ist dadurch insolvenzgefährdet", so Weil im Gespräch.

Auch Marco Brunotte sah die finanzielle Lage kritisch. "Nicht erst mit der Kontrolle des Landesrechnungshofes in Südniedersachsen ist klar, dass wir einen massiven Finanzierungsstau im Bereich Sanierung der Landeskrankenhäuser im Land haben. Wir reden über eine Summe, die an die Milliardengrenze stößt - bei gleichzeitiger Bereitstellung von 30 Mio. Euro durch die Landesregierung."

Die Personalgewinnung bereitet vielen Krankenhäusen ebenfalls Schwierigkeiten. Im Klinikum Burgwedel, welches rund 500 Angestellte beschäftigt, wird viel über die Personalentwicklung nachgedacht. So ist momentan im Gespräch einen Sommerferienkindergarten anzubieten, da gerade in dieser Zeit viele Eltern im Schichtdienst Probleme haben ihre Kinder in eine gute Betreuung zu geben und noch vieles privat abgefangen werden muss.

Das Zusammenspiel der Vereinbarkeit von Beruf und Familie an einem attraktiven Lebensort mit verschiedenen Freizeitangeboten, ist vermehrt Kriterium junger Leute bei der Wahl ihres beruflichen Standortes. Burgwedel kann an dieser Stelle den Vorteil der virtuellen Großklinik und die Nähe zu Hannover nutzen, die Politik vor Ort ist aber ebenfalls gefordert den Standort attraktiv zu machen und an einer guten Infrastruktur zu arbeiten.

Insbesondere bei der Kinderbetreung außerhalb der regulären Öffnungszeiten von Kindergärten muss sich einiges verbessern. Viele der angestellten Eltern die in Schichten arbeiten, müssen die Betreuung privat organisieren und stoßen dabei an ihre Grenzen.

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Nach dem Gespräch wurde die Besuchergruppe von der stellvertretenden Pflegedirektorin Semsi Türzin und vom ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Leitis durch das Gebäude und zum Neubaugelände geführt.
So konnten sich die Besucher bei Beischitung der Stationen 1 und 5 von dem sehr unterschiedlichen Zustand des Krankenhauses ein Bild machen.

Der gerade entstehende Neubau eines Bettenhauses wird den Verantwortlichen in Burgwedel neue Möglichkeiten der Belegungsplanung geben, aber auch an anderen Stellen hat das Klinikum vor sich zu erweitern.

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