Bericht aus dem Landtag: Vorweihnachtlicher Wahlkreis, starker Haushalt und Solidarität vor Ort
Liebe Genossinnen und Genossen,
Liebe Freundinnen und Freunde,
der Dezember stand ganz im Zeichen von Besinnlichkeit, intensiver politischer Arbeit und vor allem dem Dank an die Menschen, die unsere Demokratie vor Ort seit Jahrzehnten tragen. Während im Landtag die Haushaltsberatungen auf Hochtouren liefen, war ich im Wahlkreis unterwegs, um mit Bürgerinnen und Bürgern, Engagierten und Parteifreunden ins Gespräch zu kommen. Es waren Wochen voller Termine, aber auch voller warmer Momente, die mir einmal mehr gezeigt haben, wofür wir Politik machen: für ein starkes Miteinander in Langenhagen und der Region.
Ein schöner Höhepunkt im Dezember war die Jubilarehrung des SPD-Ortsvereins Burgwedel am 4. Dezember im Schützenkrug in Kleinburgwedel. Die Veranstaltung verband organisatorische Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2026 mit der Wahl der Delegierten für die Kandidatenaufstellung in der Regionsversammlung und einem geselligen sowie feierlichen Abend. Bei traditionellem Grünkohl und vielen guten Gesprächen stand vor allem die Wertschätzung für langjährige Mitglieder im Mittelpunkt. Ich hatte die Ehre, Genossinnen und Genossen persönlich auszuzeichnen, die seit 15, 25 und sogar 60 Jahren treu zur Partei stehen. Diese beeindruckenden Jubiläen zeigen, was unsere politische Arbeit erst möglich macht: kontinuierliches Engagement, Zusammenhalt und Leidenschaft für soziale Demokratie. Solche Abende stärken nicht nur den Ortsverein, sondern erinnern uns alle daran, wofür wir antreten, für ein solidarisches Miteinander vor Ort und in der Region.
Ein weiterer schöner Termin im Dezember war das traditionelle Nikolausschießen des Schützenvereins Krähenwinkel am 5. Dezember. Ich freue mich besonders, dass diese Veranstaltung mittlerweile geschlechterübergreifend ausgerichtet wird und Frauen und Männer gleichberechtigt miteinander schießen, essen und feiern können. Dieser Wandel in der Einstellung zeigt, wie sich Vereinsleben weiterentwickelt und offen für alle wird, unabhängig vom Geschlecht. Es war ein geselliger Abend mit guter Stimmung, bei dem der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft einmal mehr spürbar wurde, und ich habe mich sehr gefreut, dabei sein zu dürfen.
Ein weiterer voller Tag im Dezember führte mich am 6. Dezember zunächst zum Zehntfest in Kirchhorst. Bei Glühwein, weihnachtlicher Musik und vielen Gesprächen mit Besuchern und Standbetreibern war die Stimmung wunderbar festlich und vor Ort spürbar, wie sehr solche Märkte den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft stärken. Am Abend ging es dann weiter zum Feuerwehrball in meinem Heimatort Godshorn. Dort habe ich mit vielen ehrenamtlichen Feuerwehrleuten und Gästen gefeiert und einmal mehr erlebt, wie wichtig dieses Engagement für unsere Sicherheit und das Gemeinschaftsgefühl ist. Solche Veranstaltungen zeigen im vorweihnachtlichen Dezember auf schönste Weise, was unseren Wahlkreis ausmacht: lebendige Traditionen, ehrenamtliches Herzblut und Menschen, die füreinander da sind.
Nach den vielen vorweihnachtlichen Veranstaltungen im Wahlkreis stand in der darauffolgenden Woche wieder die intensive Landtagsarbeit im Vordergrund. Fraktionssitzungen und Ausschusssitzungen dienten der gründlichen Vorbereitung auf das bevorstehende Plenum mit den Haushaltsberatungen für 2026. Hier ging es um nicht weniger als die Weichenstellung für die Zukunft Niedersachsens, von Investitionen in Bildung und Infrastruktur bis hin zu sozialer Sicherheit und Kinderschutz. Solche Wochen zeigen, wie eng verzahnt die Arbeit vor Ort mit den Entscheidungen im Landtag ist, und erinnern mich immer wieder daran, dass gute Politik beide Ebenen braucht: den direkten Kontakt zu den Menschen und die konsequente Umsetzung im Parlament.
Ein Höhepunkt im Dezember war die Podiumsdiskussion an der IGS Langenhagen zum Thema Wehrdienst am 12. Dezember. Gemeinsam mit anderen Politikerinnen und Politikern konnte ich dort direkt mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen, ihre Fragen zum neuen Modell beantworten und Ängste abbauen. Es war beeindruckend, wie engagiert und kritisch die jungen Menschen diskutierten, genau das ist der offene Austausch, den ich mir von Anfang an gewünscht habe. Solche Veranstaltungen zeigen, dass wir mit sachlicher Information und Dialog Fehlinformationen entgegenwirken und Vertrauen aufbauen können, gerade bei einem Thema, das die nächste Generation so direkt betrifft. Ich freue mich bereits darauf, im neuen Jahr an weiteren Schulen im Wahlkreis ähnliche Veranstaltungen durchzuführen und den Dialog fortzusetzen.
Am Abend des 12. Dezember ging es für mich nahtlos weiter zur Abendveranstaltung der Johanniter Langenhagen in ihr weihnachtliches Weihnachtsdorf. Der Nordhannoversche Ortsverband hatte zu einem entspannten Jahresausklang eingeladen, um auf die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr zurückzublicken. In gemütlicher Atmosphäre mit leckeren Speisen sowie heißen und kalten Getränken konnten wir in Ruhe ins Gespräch kommen und uns austauschen. Ich bin immer wieder beeindruckt, mit wie viel Herzblut und Professionalität die Johanniter vor Ort helfen, ob in der Notfallversorgung, im Katastrophenschutz oder in der sozialen Arbeit. Solche Abende stärken nicht nur die Partnerschaft, sondern erinnern uns daran, wie wertvoll ehrenamtliches und hauptamtliches Engagement für unsere Gesellschaft ist. Ich bin sehr dankbar für solche herzlichen Einladungen.
Die Tage vom 15. bis 18. Dezember waren geprägt vom letzten Plenartagungsabschnitt des Jahres 2025, in dem wir als SPD-Landtagsfraktion die Haushaltsberatungen für 2026 abschlossen. In intensiven Sitzungen haben wir die Details finalisiert und einen Etat auf den Weg gebracht, der mit einem Rekordvolumen von rund 48 Milliarden Euro sowie zusätzlichen 93,5 Millionen Euro aus der politischen Liste ein starkes Signal setzt. Niedersachsen investiert entschlossen in seine Zukunft, statt den Gürtel enger zu schnallen.
Zu den wesentlichen Schwerpunkten gehören massive Investitionen in die Infrastruktur mit über 14 Milliarden Euro, darunter allein 4,7 Milliarden für kommunale Projekte, 600 Millionen für Krankenhäuser, 500 Millionen für ÖPNV und Breitbandausbau sowie 400 Millionen für Wohnraumförderung. Hinzu kommen 250 Millionen Euro jährlich zur Entlastung der Kommunen bei der beitragsfreien Kita, ein schrittweiser Einstieg in die Tablet-Ausstattung für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 mit zunächst 250 Millionen Euro sowie verstetigte Mittel für Sportstätten und den Erhalt lebenswichtiger Buslinien. Über die politische Liste sichern wir zudem zusätzliche Akzente, etwa für Lehrschwimmbecken, den ÖPNV und das Niedersachsenmenü. Darüber hinaus haben wir als SPD eine Aktuelle Stunde zum Thema „Kinderschutz im Fokus – gemeinsam, verbindlich, wirksam!“ angemeldet und die entsprechenden Mittel im Haushalt verankert. Diese Plenartage haben gezeigt, wie verantwortungsvolle Haushaltspolitik aussieht: priorisiert, zukunftsorientiert und immer mit dem Blick auf die Menschen in unserem Land.
Diesbezüglich durfte ich auch am 17.12 als medienpolitischer Sprecher unserer Fraktion in der Debatte die Positionen zum Medienhaushalt 2026 vertreten und ein klares Bekenntnis abgeben. Freie und vielfältige Medien sind das Fundament unserer Demokratie. Gerade in Zeiten von Desinformation und wachsendem Druck auf den demokratischen Diskurs brauchen wir verlässlichen Journalismus und starke Medienstrukturen. Mit fast sechs Millionen Euro setzen wir genau hier an: 4,2 Millionen Euro fließen an die nordmedia, ergänzt um 1,7 Millionen Euro aus Glücksspielabgaben. Diese Mittel stärken die Film- und Games-Branche, sichern Arbeitsplätze, fördern kleine Programmkinos im ländlichen Raum als unverzichtbare kulturelle Treffpunkte und binden junge Talente an unser Land. Gleichzeitig investieren wir bis zu 100.000 Euro jährlich in Medienkompetenz und Weiterbildung für Medienschaffende, um verantwortungsvollen Journalismus zu unterstützen. Besonders wichtig ist mir der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Bollwerk gegen Fake News, Hassrede und Extremismus. Niedersachsen bekennt sich eindeutig zu starken öffentlich-rechtlichen Medien. Der Medienhaushalt 2026 setzt klare Schwerpunkte: Ausbau der Kreativwirtschaft, Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und Investition in Freiheit, Vielfalt und Qualität. Wir investieren bewusst in unsere Demokratie, und wir werden alles dafür tun, dass Niedersachsen ein starker Medienstandort bleibt.
Besonders hat mich in dieser intensiven Woche auch die Begleitung durch unsere beiden Praktikanten Florian und Florentine gefreut, die mich während des Plenums und der gesamten Zeit begleitet haben. Ich konnte ihnen einen direkten Einblick in Plenardebatten, Randgespräche und Diskussionen mit Besuchergruppen geben. Gleichzeitig haben sie mir mit ihrer frischen Sichtweise als Schüler kurz vor dem Abitur neue Perspektiven eröffnet. Dieser gegenseitige Austausch bereichert mich immer wieder und zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen früh für Politik zu begeistern.
Nach dieser konzentrierten Landtagszeit ging es für mich kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember, wieder zurück in den Wahlkreis. Dort habe ich bei der Tafel Langenhagen mitgeholfen und Lebensmitteltaschen gepackt. Es ist immer wieder berührend zu sehen, wie viele Menschen auf diese Unterstützung angewiesen sind und wie dankbar sie für jede Tüte sind. Gleichzeitig beeindruckt mich das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Woche für Woche mit Herz und Hand dafür sorgen, dass niemand hungrig bleibt. Solche Einsätze erinnern mich daran, warum wir Politik machen: um soziale Gerechtigkeit zu stärken und niemanden zurückzulassen. In der vorweihnachtlichen Zeit ist diese Solidarität vor Ort besonders spürbar und sie gibt Hoffnung und Kraft für das neue Jahr.
Der Dezember neigt sich dem Ende zu, und mit ihm ein intensives, ereignisreiches Jahr. Von den vorweihnachtlichen Veranstaltungen im Wahlkreis über den direkten Dialog mit jungen Menschen bis hin zu den abschließenden Haushaltsberatungen im Landtag hat dieser Monat einmal mehr gezeigt, wie eng Landtagsarbeit und das Leben vor Ort miteinander verwoben sind.
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde, ich danke euch allen von Herzen für euer Vertrauen, eure Unterstützung und die vielen guten Gespräche in diesem Jahr. Ohne euer Engagement, eure Ideen und euren Rückhalt wäre vieles nicht möglich gewesen.
Nun wünsche ich uns allen eine besinnliche, erholsame Weihnachtszeit im Kreise der Familie und Liebsten, Zeit zum Innehalten und Auftanken. Möge das neue Jahr 2026 uns Gesundheit, Zuversicht und neue Kraft bringen, um gemeinsam für ein solidarisches, starkes Niedersachsen einzutreten.
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Mit herzlichem Gruß
Tim Wook, MdL